Rentner, die für eine gewisse Zeit Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) waren, werden ab dem Tag, an dem sie einen Rentenantrag stellen, in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert. Sie können die Krankenkasse zwar frei wählen, die Krankenversicherung ist jedoch eine Pflichtversicherung. Wird hingegen die Vorversicherungszeit nicht erfüllt, muss man sich als Rentner selbst versichern. Zudem kann man sich von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen. Eine solche Befreiung kann jedoch später nicht mehr widerrufen werden, es ist also keine Rückkehr in die GKV möglich.

Rentner, die in der GKV oder in einer privaten Krankenversicherung versichert sind, zahlen die Hälfte des Beitrags, während die andere Hälfte vom Rentenversicherungsträger übernommen wird. Mitglieder in der GKV zahlen darüber hinaus einen zusätzlichen Beitrag, der derzeit bei 0,9 Prozent der Rente liegt. Die Beiträge werden von der Rentenversicherung einbehalten und automatisch an die Krankenkasse überwiesen.

Wie hoch die Beiträge für die Krankenversicherung sind, ist von der Höhe der Rente abhängig. Auch weitere Einnahmen, zum Beispiel Versorgungsbezüge oder Einkommen aus einer selbständigen Tätigkeit, sind beitragspflichtig.

Ist man als Rentner nicht in der KVdR gesetzlich versichert, muss man einen Antrag stellen, um die Hälfte der Beiträge für eine private oder freiwillige Krankenversicherung erstattet zu bekommen. Einen solchen Zuschuss erhalten Rentner von ihrem Rentenversicherungsträger, wenn sie freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung sind oder sich privat bei einem Anbieter versichert haben, der der Aufsicht eines Mitgliedstaats der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums oder der Schweiz unterliegt.

Anspruch auf einen Zuschuss zu den monatlichen Beiträgen für die Krankenversicherung hat man ab dem Beginn der Rentenzahlungen. Der Antrag darauf muss jedoch rechtzeitig vorher gestellt werden. Wer den Antrag verspätet stellt, erhält die Zuschüsse hingegen erst ab dem Monat, in dem der Antrag tatsächlich eingereicht wurde. Wie hoch der Zuschuss ist, wird durch den Gesetzgeber festgelegt. Rentner, die sich privat versichern wollen, sollten dabei Bedenken, dass die Zuschüsse auf die Hälfte der tatsächlich entstehenden Aufwendungen für die private Krankenversicherung begrenzt werden können. Wer zum Beispiel neben einer freiwilligen Krankenversicherung noch über eine private Zusatzversicherung verfügt, muss diese gegebenenfalls selbst zahlen; die Hälfte der Beiträge wird nur für die freiwillige Krankenversicherung übernommen.

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