• Krankenversicherung
    Pflichtversicherte wechseln bei Rentenantritt in die gesetzliche Krankenversicherung für Rentner. Freiwillig Versicherte verbleiben weiterhin als freiwillige Mitglieder. Privat Versicherte erhalten ab dem 65. Lebensjahr die Möglichkeit, ihre Versicherung in den Basistarif zu wandeln, der in Anspruch und Leistung der gesetzlichen Versicherung entspricht. Der Wechsel von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung ist im Rentenalter teuer. Ein fortgeschrittenes Alter schlägt sich als deutliche Erhöhung des Einstiegstarifs bei Privatversicherungen nieder. Als preiswerte Alternative bietet sich zur Verbesserung des Versicherungsschutzes eine Krankenzusatzversicherung.

 

  • Private Haftpflicht
    Am Bedarf für eine Haftpflichtversicherung ändert sich für Rentner und Pensionäre nichts. Für verursachte Schäden an Gegenständen oder Personen haftet der Verursacher, so dass eine Haftpflichtversicherung notwendig und lohnenswert bleibt.

 

  • Unfallversicherung
    Menschen werden mit zunehmendem Alter nicht nur für verschiedene Krankheiten sondern auch für unfallbedingte Verletzungen anfälliger. Körperliche Schäden sind häufig bleibender Natur und verursachen zusätzliche Kosten, beispielsweise zur Umgestaltung einer Wohnung. Eine Unfallversicherung ist daher auch im Rentenalter sinnvoll. Rentner-Policen bieten spezielle Klauseln wie häusliche Betreuung und sind in ihren Beiträgen nicht teurer als Versicherungen jüngerer Personen. Angebote sollten dennoch hinsichtlich des Umfangs kritisch geprüft werden. Leistungen wie für kosmetische Eingriffe und Krankenhaustagegelder sind weniger zweckmäßig und erhöhen die Prämiensätze.

  • Verkehrs-Rechtsschutz
    Für ältere Personen, die mit einem Kraftfahrzeug im Straßenverkehr aktiv sind, kann eine Verkehrs-Rechtsschutzversicherung unter Umständen von großem Wert sein. Viele Streitigkeiten werden vom Gericht geklärt, so dass eine entsprechende Police mitunter das Recht und den Führerschein schützt. Häufig ist ein Fahrzeug für ältere Menschen besonders wichtig, um selbst mobil zu bleiben.

 

  • Überflüssige Versicherungen
    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist im Alter selten notwendig, da mit der Rente ein unabhängiges Einkommen besteht. Ebenso wird durch den Rentenbezug ein Kranken-Tagegeld unnötig. Natürlich entfällt auch der Bedarf an Altersvorsorge. Diese sollte bestenfalls nun zum Beispiel in Form einer Lebensversicherung zur Auszahlung kommen. Viele Versicherungen bieten die Umwandlung von Lebensversicherungen in gut verzinste lebenslange Renten. Dabei ist zu beachten, dass eine Rentengarantie für einen bestimmten Zeitraum gewährt wird. Dieser sollte möglichst langläufig vereinbarten werden, da im Sterbefall das verbleibende Kapital der Versicherung zufällt.

Kommentare geschlossen.